Grüne Alzenau

Stadtverband

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,
verehrte Kolleginnen und Kollegen des Stadtrates,

hiermit beantragen wir die Errichtung von einem oder mehreren kleinen Wasserkraftwerken an der Kahl. Insbesondere der Bereich des vorgesehenen Ausbaus der Kahl von der Mühlwegbrücke in Alzenau bis zur Bundesautobahn A 45 bietet sich hierfür an. Bereits an der Mühlwegbrücke soll das Flussbett um 0,7 m tiefer gelegt und somit könnte die Wasserkraft der Kahl umweltfreundlich genutzt werden.


Die baufachliche Überprüfung der bisherigen Planung durch die Regierung von Unterfranken ergab, dass diese in Hinblick auf aktuelle rechtliche Entwicklungen überarbeitet werden muss.
Dadurch besteht auch die Chance die vorhandene Wasserenergie der Kahl in diesem Rahmen zu untersuchen und somit durch Wasserkraftwerke zu nutzen. Eine kooperative Zusammenarbeit mit der Energieversorgung Alzenau (EVA) ist von Seiten des Stadtrates und der Stadtverwaltung anzustreben.
In diesem Zusammenhang möchten wir auf das zuständige Erneuerbare-Energie-Gesetz (EEG) hin weisen. Danach wird die Stromgewinnung, auch aus kleinen Wasserkraftanlagen bis 500 kW Leistung mit 9,67 Ct/kWh vergütet. Der bisher unbegrenzte Vergütungszeitraum wird nach der neuen Novelle des EEG auf 30 Jahre beschränkt. ( Siehe Anlage zu diesem Antrag ).

Kleine Anlagen, die nicht im Zusammenhang mit vorhandenen Staustufen, Wehren oder ohne durchgehende Querverbauung errichtet werden, sollten allerdings nur noch in den Anwendungs-fall des EEG fallen, wenn sie bis zum 31.12.2007 genehmigt worden sind. Damit wird ein Ausgleich zwischen den Anliegen des Naturschutzes und der Gewässerökologie sowie den Interessen an der energetischen Nutzung der Flüsse geschaffen.

Die in den letzten Jahren immer häufiger auftretenden so genannten 100-jährigen Hochwasser sind u.a. durch die Klimaveränderung, bedingt durch erhöhten Kohlendioxidausstoß, verursacht. Im Jahr 2003 wurden in Deutschland durch die Nutzung erneuerbarer Energien insgesamt rund 53 Mio. Tonnen Kohlendioxid eingespart, davon sind über 23 Mio. Tonnen CO² auf das EEG zurückzuführen. Letztendlich führt die Nutzung der Wasserkraft zur Einsparung von Kohlendioxid und bedeutet damit auch Hochwasserschutz !

In diesem Sinne hoffen wir auf eine positive Beratung und Ihre Zustimmung
und verbleiben mit freundlichen Grüßen.


Burkard Jung
Fraktionssprecher

 

 

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