Bericht aus dem Bau-, Umwelt und Stadtentwicklungsausschuss vom 15.10.2026

Das Wichtigste zu Beginn: in einem vorgeschalteten Ortstermin besuchte der Ausschuss die Wettbewerbsausstellung zum Planungswettbewerb „Wellpappe“ im Domidionsaal. Hier sind die Wettbewerbsarbeiten aller zwölf Teilnehmenden eine Woche zu sehen. Das Preisgericht hatte vergangene Woche getagt und in einer eintägigen Sitzung die ersten fünf Ränge bestimmt.

Im 12köpfigen Preisgericht mit Fachpreisrichtern (Architekten, also fachliche Expertise, vorgeschlagen von der Regierung Unterfranken, die den Wettbewerb gefördert hat), Sachpreisrichtern und Sachverständigen aus Alzenau (mit der Kenntnis der Verhältnisse und Bedürfnisse vor Ort, darunter auch unsere Stadträtin Sabina Prittwitz) waren stimmberechtigt vier Fachrichter und drei Sachpreisrichter (Bürgermeister, Leiter der Bauaufsicht Michael Heimrich und als Vertreter des Stadtrats Thorsten Schaab von der PWG).

Ziel des Wettbewerbs war die Entwicklung eines modernen Wohnquartiers für mindestens 500 Bewohner. Als Beurteilungskriterien hatte der Stadtrat in seiner Auslobung festgelegt: Städtebau (schlüssiges Gesamtkonzept), Freiraum, Wirtschaftlichkeit (Realisierbarkeit in Abschnitten, Vielseitigkeit der Nutzungsmöglichkeiten), Verkehr (sinnvolle Erschließung, innen möglichst autofrei), Klimaanpassung und Klimaschutz. Wichtig: es handelt sich hier um das grundlegende städtebauliche Konzept für das Wellpappeareal (samt Gebiet Verwaltungsgebäude und „frühere“ Feuerwehr); einzelne Wohnungen, Wärmeversorgung, alles, was eher ins Detail geht, wird erst im späteren Bauplanverfahren festgelegt.

Ziel des Wettbewerbs war die Entwicklung eines modernen Wohnquartiers für mindestens 500 Bewohner. Als Beurteilungskriterien hatte der Stadtrat in seiner Auslobung festgelegt: Städtebau (schlüssiges Gesamtkonzept), Freiraum, Wirtschaftlichkeit (Realisierbarkeit in Abschnitten, Vielseitigkeit der Nutzungsmöglichkeiten), Verkehr (sinnvolle Erschließung, innen möglichst autofrei), Klimaanpassung und Klimaschutz. Wichtig: es handelt sich hier um das grundlegende städtebauliche Konzept für das Wellpappeareal (samt Gebiet Verwaltungsgebäude und „frühere“ Feuerwehr); einzelne Wohnungen, Wärmeversorgung, alles, was eher ins Detail geht, wird erst im späteren Bauplanverfahren festgelegt.

Die Auswahl zwischen erster (NUWELA aus München) und zweiter (3G1 aus München) Arbeit fiel dem Preisgericht schwer. Beide wirken in sich stimmig, beide nehmen den besonderen schönen naturnahen Charakter dieses Wohngeländes direkt an der Kahl (das gibt es sonst nirgendwo in Alzenau) auf. Beide erhalten das ortsprägende Backsteingebäude am Mühlweg. Beide zeigen Gebäudetypologien, die wirtschaftliches Bauen ermöglichen und sind gut in Abschnitten von unterschiedlichen Investoren zu bebauen. Beide bringen den ruhenden Verkehr in Quartiersgaragen unter – und vermeiden damit den, ohnehin nicht nachhaltigen, Kostentreiber Tiefgarage, der in einem Auengebiet mit vermuteten Altlasten weitere Probleme aufwirft.

Der letztliche Sieger NUWELA präsentiert sehr schlüssig drei Wohngebäudegruppen, die Grünhöfe umgeben. Es gibt sehr viel Grün- und Freiräume, der Altbaumbestand an der Edith-Stein-Straße bleibt erhalten. Zweien der Wohnhöfe ist eine Quartiersgare zugeordnet, die dritte liegt auf dem Parkplatz des Verwaltungsgebäudes (was das Preisgericht kritisiert). Durch diese Anordnung wird zum Teil über die „Alzenauer Schulstraße“ Edith-Stein-Straße erschlossen, was weniger günstig ist.

Das Büro 3G1 auf dem zweiten Platz öffnet die Bebauung auf besondere Weise zur Kahl und nimmt mit zur Kahl hin gestalteten Retentionsflächen das Thema „Aue“ auf.  Zudem gefällt die Abfolge von Straßen, Plätzen und Ecken. Es gibt hier mehrere kleinere öffentliche Plätze.  Die Quartiersgarage wird an den idealen Standort gelegt: der tiefste Punkt auf dem Gelände und vollständig erschlossen vom Mühlweg. Bzgl. Der Durchgrünung wäre noch nachzuarbeiten.

Wie geht es weiter? Der Stadtrat wird ein Büro mit der weiteren Planung beauftragen; grundsätzlich soll dies das Büro sein, dass den erstplatzierten Entwurf erstellt hat.

Im Anschluss im Rathaussaal:

Einstimmig votierte der Ausschuss für einen Probelauf der Zusammenarbeit mit dem Inklusionsbetrieb Grün + Grün aus Gelnhausen zur Unterstützung der städtischen Arbeiten. Eine Kolonne, bestehend aus zwei oder drei Menschen mit einer Beeinträchtigung und einem Vorarbeiter, wird einen Pflegedurchgang (zwei Tage) auf dem Friedhof übernehmen. Wenn es gut läuft, soll es zu einer dauerhaften Zusammenarbeit kommen. Dass man bei Bedarf im Grünbereich mit einem Inklusionsbetrieb kooperieren wolle, wurde bereits 2025 beschlossen.

Das Klimaschutzdashboard der Stadt ist freigeschaltet: alzenau.klimaportal.eu. Hier wird unter „Monitoring“ fortlaufend und für jede und jeden einsehbar der Stand der Bemühungen von Stadt und Bürgerschaft, das Klimaschutzkonzept (2023) umzusetzen und so auf dem Weg zur Klimaneutralität voranzukommen, dargestellt. Zukünftig werden auch die Themen Kommunale Wärmeplanung, Mobilität und Fördermöglichkeiten bespielt werden.

Der Umwelt- und Klimabeirat der Stadt, der zu verschiedenen Themen eigenständig und beratend tätig ist, erhält eine flexiblere und fachorientiertere Struktur. Aktuell gibt es Projektgruppen zu den Themen CO2-Neutralität, Wasserstoff, Biodiversität/Landnutzung und Mobilität. Eine Gruppe zum Hitzeschutz wird sich angliedern.

Der Antrag auf einen Bauvorbescheid zu Umbau und Sanierung eines EFHs mit Neubau eines Poolhauses (mit einer Grundfläche von ca. 100 m2) am Rand von Hörstein wurde – wie von der Verwaltung klar empfohlen – nach erstaunlicherweise ausführlicher Diskussion mehrheitlich abgelehnt. Ein Poolhaus in dem hinteren Grundstückbereich ist planungsrechtlich eindeutig unzulässig. Weil der betroffene Grundstücksteil, auch wenn eingezäunt ist, bereits zum Außenbereich zählt, wäre auch ein offener Pool wohl nicht zulässig – so unsere Auffassung. Das ist auch inhaltlich überzeugend, weil der Außenbereich, also die Landschaft, im Sinne aller aus gutem Grund von erheblicher Versiegelung, die ein Pool ja darstellt, freigehalten werden soll.

Dem Bauvorhaben Neubau in der Frohsinnstraße mit neun Wohneinheiten wurde einstimmig zugestimmt. Es fügt sich in die vorhandene Bebauung ein.

Dem Bauvorhaben Neubau eines geförderten Wohngebäudes mit 14 Wohneinheiten und Tiefgarage in Wasserlos durch die Aschaffenburger Wohnungsbau wurde bei einer Gegenstimme zugestimmt.

Einstimmig wurde schließlich ein öffentlicher Wettbewerb zur Benennung der Erschließungsstraße für das Neubaugebiet „Im Schild“ in Hörstein befürwortet. Bürgerinnen und Bürger können Namensvorschläge einreichen.

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